Stress frei!

Stress gehört heutzutage schon fast zum „guten Ton“. Doch wer permanent durch den Tag hetzt, riskiert seine Gesundheit

Stress frei!

Termindruck, ständige Erreichbarkeit, immer unter Strom – für viele der ganz normale Alltag. Stress gehört heutzutage schon fast zum „guten Ton“ – und er muss nicht immer negativ sein. Schließlich erhöht er die Aufmerksamkeit. Puls und Blutdruck steigen, alle Sinne sind geschärft. Der Körper stellt in Sekundenbruchteilen zusätzliche Energie zur Verfügung – wir können blitzschnell reagieren, laufen zur Höchstform auf.

Beim Stress kommt es auf die richtige Dosis an

Evolutionsbiologisch betrachtet ist Stress eine natürliche Körperreaktion: Wir brauchen diesen uralten Mechanismus, der tief in uns steckt. Denn er versetzte unsere Vorfahren in Alarmbereitschaft, wenn diese auf der Jagd Beute erspähten oder sich gegen Feinde behaupten mussten. Heute hilft uns diese Eigenschaft, heranrasenden LKWs auszuweichen, Aufgaben unter Druck zu bewältigen und uns bei Prüfungen zu konzentrieren.

Steigende Anforderungen lassen den Stresspegel rasant nach oben schnellen

Das Problem bei vielen Stress-Situationen heute: Unser Körper muss in den seltensten Fällen mit Kampf oder Flucht reagieren – schon gar nicht bei Herausforderungen im Job. Das Stress-System unserer Ahnen fuhr herunter, wenn das Mammut erlegt oder die Flucht gelungen war. Der Mensch von heute ist dagegen Strapazen ausgesetzt, die ihn über lange Zeitabschnitte belasten: steigende Anforderungen im Job, Lärm, Verkehrsstaus. Weil unser Stress-System aber nach wie vor im Steinzeittakt tickt, gerät es bei immer mehr Menschen aus dem Rhythmus. Dem Körper fehlt ein Ventil, um den inneren Druck wieder abzubauen. Folge: Wir befinden uns in einem dauerhaften Alarmzustand.

Wer permanent durch den Tag hetzt, riskiert seine Gesundheit

Sind die Energiereserven erst einmal ausgeschöpft, sinkt die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit. Gereiztheit, Albträume, Schlafstörungen, Magen-Darmprobleme und Bluthochdruck nehmen zu. Zudem schwächt Dauerstress das Immunsystem und kann ernsthaften organische Erkrankungen zur Folge haben.

Stress und Burnout - die Geißeln unserer Zeit?

Die Zahlen sind alarmierend: Sechs von zehn Bundesbürger klagen zumindest gelegentlich über typische Burnout-Symptome wie anhaltende Erschöpfung, innere Anspannung und Rückenschmerzen, das brachte eine Umfrage der pronova BKK ans Licht. Eine Erhebung der Techniker Krankenkasse bestätigt den Trend: Danach stieg die Zahl der Krankschreibungen wegen besagter Symptome in den vergangenen fünf Jahren um 17 Prozent.

Sitzen Sie auch in der Stressfalle?

Glücklicherweise muss man dieser Entwicklung nicht hilflos ausgeliefert sein. In unserem Seminar zeigen wir Ihnen, wie Sie Anzeichen von Überlastung frühzeitig erkennen, althergebrachte Routinen durchbrechen und mit welchen Methoden Sie negativem Stress den Wind aus den Segeln nehmen.

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