Kleine Geschenke, große Gefahr

Jetzt, in der Vorweihnachtszeit, trudeln wieder zahlreiche Geschenke in den Unternehmen ein. Doch wo verläuft eigentlich die Grenze zwischen netter Geste und versuchter Korruption?

Kleine Geschenke, große Gefahr

Ein opulentes Vier-Gänge-Menü, VIP-Karten für ein ausverkauftes Bundesligaspiel oder einfach eine schöne Flasche Rotwein – gerade jetzt, in der Vorweihnachtszeit, trudeln wieder zahlreiche Geschenke in den Unternehmen ein. Vielleicht nicht nur aus reiner Höflichkeit, sondern auch, um die Bindung zu stärken oder Geschäftsvorgänge zu beschleunigen. Doch wo verläuft eigentlich die Grenze zwischen netter Geste und versuchter Korruption?

Geschenke erhalten die Freundschaft – und die Zusammenarbeit

Der Grat ist schmal. Selbst nett gemeinte Präsente können sowohl Beschenkte als auch Schenker in arge Bedrängnis bringen. Denn in der rechtlichen Grauzone bewegt man sich nur allzu schnell auf dünnem Eis. Korruption in Unternehmen kostet die deutsche Wirtschaft jährlich Milliarden, zig Prozesse beschäftigten die Gerichte. Vor ein paar Jahren war beispielsweise die Führungsriege eines großen Technikkonzerns in einen Bestechungs-Skandal verwickelt. Ebenso der ehemalige Boss eines Berliner Entsorgungsunternehmens. Jedes Mal ging es um viel zu teure Aufmerksamkeiten gegenüber hochrangigen Entscheidungsträgern. Da wurde auf Firmenkosten geflogen, genächtigt und edel gespeist.

Prävention lohnt sich!

Leider kann einen diese Art des Networkings in arge Bedrängnis bringen. Bestechung ist kein Kavaliersdelikt. Deshalb haben viele Unternehmen ihre Compliance-Richtlinien inzwischen deutlich verschärft. Compliance bedeutet übersetzt Regelkonformität und meint die Einhaltung von gesetzlich vorgegebenen Richtlinien und moralischen Grundsätzen. Da unter Umständen auch kleine Aufmerksamkeiten nachteilig interpretiert werden können, empfehlen Juristen, einen Blick in den Arbeitsvertrag zu werfen. Ein Verstoß gegen die Richtlinien kann zur Abmahnung und in gravierenden Fällen sogar zur fristlosen Kündigung führen.

Korruption im Keim ersticken

Wir sensibilisieren Sie aus betriebswirtschaftlicher, juristischer und kriminologischer Perspektive für Auffälligkeiten und Indizien, die auf Korruption hindeuten können. Wir klären die rechtlichen Rahmenbedingungen, zeigen die „Einfallstore“ für Korruption auf und erarbeiten mit Ihnen die Möglichkeiten der Prävention sowie effiziente Mechanismen, um bei einem aufkeimenden Korruptionsverdacht schnell reagieren zu können.

Foto: www.pexels.com

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