Die Qual der (Personal)Wahl

Um Pannen bei der Personalauswahl zu vermeiden, braucht es mehr als ein gutes „Bauchgefühl“. Wer herausfinden will, ob ein Bewerber zum Unternehmen passt, muss dem potentiellen Kandidaten mit viel Empathie auf den Zahn fühlen

Die Qual der (Personal)Wahl

Auf dem Schreibtisch häufen sich die Bewerbungen möglicher zukünftiger Mitarbeiter, erste Gespräche wurden geführt und es waren richtig gute Kandidaten dabei. Und nun stehen Sie vor der großen Frage: Wen einstellen? Wie praktisch wäre ein Apparat, der uns auf Knopfdruck sagt, wer der oder die „Richtige“ fürs Unternehmen ist.

Die Macht des ersten Eindrucks

Die Personalauswahl ist ein komplexes Unterfangen. Denn ob wir wollen oder nicht – schon der erste Eindruck zwingt unser Gehirn zu einer Beurteilung. Ein schlaffer Händedruck, ein offenes Lächeln, ein schlurfender Gang oder ein tolles Outfit – durch diese Wahrnehmungen ziehen wir bewusst oder unbewusst Rückschlüsse auf die Person. Dieser sogenannte „Primacy-Effekt“ ist bei genauer Betrachtung übrigens ein psychologisches Gedächtnisphänomen: Früher erfasste Informationen werden gegenüber späteren bevorzugt behandelt. Wir neigen dazu, den zuerst gewonnen Eindruck beizubehalten und ihn anhand späterer Informationen zu untermauern. Wer also gleich am Anfang eines Gesprächs punktet, wird auch weiterhin besser bewertet.

Gute Menschenkenntnis allein reicht nicht

Manchmal lassen wir uns aber auch blenden: von Attraktivität oder Wortgewandtheit. Dann trübt der „Halo-Effekt“ unser Urteilsvermögen.
Kurzum: Immer dort, wo uns die Wahrnehmung einen Streich spielt, kommt es zu Irrtümern. Und das passiert nicht selten: Rund jeder zehnte Mitarbeiterwechsel beruht auf einer Fehlentscheidung bei der Personalrekrutierung – und die werden früher oder später bestraft. Denn sie kosten Firmen nicht wertvolle Zeit, sondern auch bares Geld.

Fehlentscheidungen können mitunter teuer werden

Um Pannen bei der Personalauswahl zu vermeiden braucht es mehr als ein gutes „Bauchgefühl“. Wer herausfinden will, ob ein Bewerber Fach- und Sozialkompetenz besitzt und ins Team passt, muss dem potentiellen Kandidaten mit viel Empathie auf den Zahn fühlen.
Das wichtigste Instrument dafür ist nach wie vor das strukturierte Auswahlgespräch. Dabei nehmen geschulte Interviewer einen einheitlichen Leitfaden zur Hilfe. Sämtlichen Bewerbern werden exakt dieselben Fragen gestellt. Der große Vorteil dieser Methode: Alle Kandidaten werden nach objektiven Messkriterien beurteilt; das berühmt-berüchtigte Bauchgefühl wird so automatisch eingedämmt.

Qualifizierte Mitarbeiter sind der Erfolgsfaktor Nummer eins

Die passenden Fachkräfte an Bord zu holen, ist für den Erfolg jedes Unternehmens grundlegend. Denn vom Top-Manager bis zum Hausmeister tragen alle zum Image und der Leistung bei. Es lohnt sich also, in die Optimierung von Auswahlgesprächen zu investieren, denn hier werden langfristig die Weichen für den Erfolg eines Betriebs gestellt. Wir helfen Ihnen dabei! In unserem Seminar machen wir Sie mit erprobten Methoden und Techniken der Bewerberauswahl vertraut. Dabei lernen Sie ...

  • ... Ihre Fragetechniken und Ihr Beurteilungsvermögen zu schärfen.
  • ... Auswahlgespräche noch strukturierter und effizienter zu führen.
  • ... potenzielle Mitarbeiter passgenau auszuwählen.

Denn wie heißt es so schön: Ein Unternehmen ist nur so gut wie seine Mitarbeiter!

Foto: www.pexels.com

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