Das Trauma nach der Flucht

Sie haben Krieg und Gewalt erlebt. Nun sind sie in Deutschland. In Sicherheit. Eigentlich. Doch die Bilder im Kopf hallen nach

Das Trauma nach der Flucht

Sie haben Krieg und Gewalt erlebt. Nun sind sie in Deutschland. In Sicherheit. Eigentlich. Doch die Erfahrungen, die Flüchtlinge in ihren Ursprungsländern machen mussten, die Bilder im Kopf hallen nach, selbst wenn das Meer längst bezwungen und Deutschland erreicht ist. Manche vermeiden jeden Kontakt, jedes Gespräch. Andere werden laut, aggressiv und gewalttätig.

Das Wiedererleben der traumatischen Erlebnisse äußert sich in so genannten Intrusionen oder auch Flashbacks, quälenden Erinnerungen, die nicht willkürlich gesteuert werden können. Ausgelöst durch Gerüche, Geräusche oder Bilder, aber auch von Gedankenfetzen oder Gefühlszuständen.

Hilfe für Helfende

Für Ehrenamtliche und Fachkräfte in der Flüchtlingsarbeit, Mitarbeiter_innen des Allgemeinen Sozialen Dienstes und der Jugendhilfe ist es wichtig, die neurobiologischen Hintergründe von Traumatisierungen und deren Folgen zu verstehen. Denn oft können sie die Reaktionen der Geflüchteten nicht einordnen; auch auf den Umgang mit berichteten Grausamkeiten sind sie in der Regel nicht vorbereitet. Kurzum: Viele sehen sich mit Problemen konfrontiert, für die sie nicht ausreichend ausgebildet sind.

Wir geben Ihnen das nötigste Werkzeug an die Hand, um traumatisierte Geflüchtete zu begleiten und zu unterstützen. Dabei spielen neuste Erkenntnisse aus der Traumaforschung eine ebenso wichtige Rolle wie die Vermittlung von Interventionstechniken. Beides hilft, psychischen Prozesse und Beziehungsdynamiken besser verstehen und einordnen zu können. Auf dieser Grundlage gewinnen Sie mehr Sicherheit, Gelassenheit und Offenheit im Umgang mit jenen Menschen, die unsere Hilfe so dringend benötigen.

Foto: www.pexels.com

Thema:
Aktuelles

Tatort Arbeitsplatz

Wenn aus Kollegen Feinde werden

selbst - sicher - handeln